Nadja Künzli
Euphorbia pulcherrima
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Die Installation beschäftigt sich mit dem Weihnachtsstern als überzüchteter und kommerzialisierter Pflanze. Aus einem kräftigen Strauch tropischer und trockener Wälder Mexikos wurde ein saisonales Wegwerfprodukt für beheizte Wohnräume. Die Pflanze wird auf ihre dekorative Wirkung reduziert, künstlich verändert und in eine Umgebung gezwungen, in der sie meist nur kurze Zeit überlebt. Weggeworfene, noch halb lebendige Pflanzen aus dem Weihnachtsverkauf liegen im Raum und versperren den direkten Zugang zu zarten Bleistiftzeichnungen. Um zu den Zeichnungen zu gelangen, müssen die Betrachtenden über diese Pflanzen hinweggehen – über Körper, die noch leben und zugleich bereits als Abfall behandelt werden. Erst dahinter wird die ursprüngliche Kraft und das Potenzial der Pflanze sichtbar. Die Arbeit macht die Tragik einer Natur erfahrbar, die durch Züchtung, Vermarktung und saisonale Konsumrituale auf dekorative Verfügbarkeit reduziert wird. Die sinnliche Erfahrung des Raums – das Sehen, Ausweichen, Zögern und Weitergehen – schreibt sich in die Wahrnehmung der Betrachtenden ein und macht sie zu Beteiligten eines tragischen Akts.
fliessende Formen
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Ausgangspunkt der Arbeit war die Bewegung des Wassers und die Suche nach Materialien, die fliessende Formen sichtbar machen. In Experimenten mit verschiedenen Werkstoffen erwies sich Zinn als besonders prägend: Eine in Sekunden entstandene Gussform wurde zum Ausgangspunkt einer grossformatigen Skulptur. Durch die manuelle Übersetzung in eine andere Dimension entstand eine Spannung zwischen Zufall und Kontrolle, zwischen flüchtiger Bewegung und körperlicher Präsenz.
Phytoquallen
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Die «Phytoquallen» bewegen sich zwischen Pflanze, Tier und Fantasieorganismus. Ihre Formen erinnern an Quallen, Tintenfische, Schnecken und anderen Wasserlebewesen. Die Arbeit spielt mit Verwandtschaften zwischen natürlichen Erscheinungen und erfundenen Körpern.
Die Hand der Künstlerin
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Die Arbeit richtet den Blick auf die Hand als Werkzeug, Ursprung und Spur künstlerischer Tätigkeit. Sie verweist auf das Machen selbst: auf Berührung, Formung und die körperliche Nähe zum Material. Die Hand erscheint dabei nicht nur als ausführendes Organ, sondern als Ort der Wahrnehmung. Im Tasten, Drücken und Formen verbindet sich körperliche Erfahrung mit künstlerischer Entscheidung.
schwindendes Wasser
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Die mehrteilige Installation entstand für ein ehemaliges Wasserreservoir unter der HKB. Der Raum ist geprägt von Kalkspuren, rauen Wänden, Hall und feuchter Luft – Spuren eines Wassers, das nicht mehr sichtbar ist. Eis, Schmelzwasser, Klang und Zeichnung verbinden sich zu einer räumlichen Erfahrung. Tropfgeräusche, Wasseraufnahmen und sich verändernde Pfützen lenken die Bewegung durch den Raum und machen das verschwundene Wasser atmosphärisch erfahrbar.
ohne Titel
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Industriell gefertigte Kupferrohrschellen bilden den Ausgangspunkt dieser Installation. Die einzelnen Elemente bleiben unverändert und werden durch Stapelung, Wiederholung und Licht in eine neue räumliche Ordnung überführt. Aus funktionalen Bauteilen entsteht eine fragile Struktur, in der sich Material, Zweck und Form voneinander lösen.
Täppeli
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Ausgangspunkt der Arbeit war ein kleiner Geräteschuh: ein Objekt zwischen Körper, Gebrauch und kultureller Zuschreibung. Durch Modellieren und wiederholtes Formen entstand eine Gruppe einzelner Körper, die sich ähneln und doch voneinander unterscheiden. Die Arbeit untersucht Materie, Körperlichkeit und Wiederholung – und fragt danach, wie Erkenntnis durch handwerkliches Tun entstehen kann.















































